Soll man eine alte Ziegelwand dämmen, und wenn ja, wie? Darum ging es vor Kurzem in einer offenen Diskussion in einem Forum, in der ich ziemlich deutlich korrigiert wurde. Ich hatte dort geschrieben, dass Wände atmen müssen. Die Antwort kam prompt, wertschätzend im Ton und klar in der Sache: Dieses Statement sei schlicht falsch, und eine Außendämmung sei das Beste, was ich meiner Wand antun könne. In diesem Artikel fasse ich zusammen, was ich aus dem Austausch gelernt habe, wo ich danebenlag und warum ich die Außenwände meines Hauses trotzdem nicht dämmen werde.
Falls Du neu hier bist: Ich renoviere ein sächsisches Bauernhaus in Siebenbürgen, genauer in Cincu (Großschenk), gebaut im Jahr 1888. Die Außenwände sind rund 60 Zentimeter dick und bestehen aus Feldbrandziegeln. Vor rund 40 Jahren habe ich eine Ausbildung zum Bautechniker gemacht, auch wenn ich beruflich später in Richtung Elektronik und IT umgeschwenkt bin. Bevor ich mit der Restaurierung begonnen habe, habe ich mich deshalb sehr intensiv damit beschäftigt, wie man bei einem solchen Haus richtig vorgeht. Das ist wichtiger, als es auf den ersten Blick scheint, denn Feldbrandziegel verhalten sich deutlich anders als die Vollziegel, die die meisten aus Tabellen und Rechnern kennen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Wände atmen nicht. Luft und Raumfeuchte werden fast vollständig über Lüften abgeführt, nicht durch die Wand.
- Entscheidend bei altem Mauerwerk ist der Feuchtetransport: Die Wand muss nach innen und nach außen diffusionsoffen bleiben, damit sich Feuchtigkeit nirgends staut.
- Feldbrandziegel dämmen besser als moderne Vollziegel, ungefähr wie Leichtlehmsteine. Meine 60-cm-Wand entspricht etwa 4 bis 7 cm Styropor, ihr U-Wert liegt grob bei 0,45 bis 0,7 W/(m²K).
- Dafür sind Feldbrandziegel stark hygroskopisch und saugfähig. Eine Dämmung, hinter der sich Feuchtigkeit staut, kann sie dauerhaft schädigen.
- Bei historischer Bausubstanz wie meiner wird deshalb häufig ganz von einer Wanddämmung abgeraten. Energie spare ich lieber an Dach, Decke, Fenstern und Boden.
- Mein Energiekonzept gleicht den höheren Wärmebedarf der ungedämmten Wand zu einem guten Teil aus: eine Wandheizung mit Luft/Wasser-Wärmepumpe, eine Split-Klimaanlage zum Entfeuchten, eine Brauchwasserwärmepumpe, ein Balkonkraftwerk auf dem Dach mit Speicher sowie ein Holzofen.
Worum es in der Diskussion ging
Damit Du nachvollziehen kannst, worauf ich mich beziehe, hier der Kern des Beitrags, den ein Forenmitglied als Antwort auf meine Aussage geschrieben hat (leicht angepasst, gekürzt):
„Ich bewundere dich sehr für deine Fähigkeiten und für dein Wissen. Vielleicht hast du Zeit und Lust, dich in die Materie der Wärmedämmung einzulesen und auch mal mit diesem Rechner herumzuspielen. […] Dein Statement, dass Wände atmen müssen, ist absolut falsch. Wärmedämmung von außen, wenn richtig gemacht, ist das Beste, was du deiner Wand und dem Geldbeutel antun kannst. Die Wärmedämmwirkung deiner 60-cm-Vollziegelwand entspricht der einer 3 cm EPS-/Styroporplatte. D. h. mit 3 cm Styropor halbiert man die Wärmeverluste. Es gibt eine Vielzahl von Dämmmaterialien und man kann viel mit wenig Geld erreichen, vor allem wenn man so ein guter Handwerker ist wie du.“
Der erste Satz hat mich gefreut. Den U-Wert-Rechner von ubakus.de kannte ich bereits, denn mit ihm habe ich mich schon in der Planungsphase meiner Restaurierung ausführlich beschäftigt. Den Beitrag habe ich trotzdem zum Anlass genommen, meine Überlegungen noch einmal sauber durchzugehen und meine Wand neu durchzurechnen. Mein Ergebnis: Beim Begriff „atmen“ hat mein Gegenüber recht. Die Rechnung geht aber von einem gewöhnlichen Vollziegel aus, und die Empfehlung zur Außendämmung passt nicht zu einem Haus wie meinem.
Müssen Wände atmen? Was an dem Mythos dran ist
Die kurze Antwort: Nein, Wände atmen nicht. Durch eine verputzte Ziegelwand findet praktisch kein nennenswerter Luftaustausch statt. Die Feuchtigkeit, die wir beim Kochen, Duschen, Schlafen und durch Pflanzen in die Raumluft abgeben, verschwindet nur zu einem sehr kleinen Anteil durch die Wand nach draußen. Der weitaus größte Teil wird durch Lüften abgeführt, also durch geöffnete Fenster, undichte Fugen oder eine Lüftungsanlage.
Interessant fand ich, woher der Mythos stammt. Er geht auf einen Versuch des Münchner Hygienikers Max von Pettenkofer aus dem Jahr 1858 zurück. Pettenkofer dichtete in einem Raum Fenster und Türen ab und stellte fest, dass sich der Luftwechsel kaum veränderte. Daraus schloss er, die Luft müsse durch die Ziegelwände strömen. Übersehen hatte er dabei offenbar unter anderem den Ofen, der über den Rauchabzug mit der Außenluft verbunden war. Spätere Messungen haben das widerlegt, der Begriff ist aber bis heute geblieben. Eine kurze Zusammenfassung findest Du im Beitrag „Vom Mythos der atmenden Wände“ bei Haustechnikdialog.
Insofern hatte mein Gegenüber im Forum recht, und ich habe den Begriff zu leichtfertig benutzt.
Was ich eigentlich meinte: Diffusionsoffen in beide Richtungen
Hinter meiner falsch benannten Aussage steckt aber ein Gedanke, an dem ich festhalte: Was in alten Mauern tatsächlich passiert, ist kein Atmen, sondern Feuchtetransport. Dabei spielen drei Vorgänge eine Rolle:
- Dampfdiffusion: Wasserdampf wandert durch das Bauteil, im Winter meist von innen nach außen, im Sommer und bei durchfeuchteter Fassade auch umgekehrt. Wie leicht das geht, beschreibt der sd-Wert eines Materials.
- Sorption: Hygroskopische Baustoffe nehmen Wasserdampf aus der Luft auf, lagern ihn in den Poren ein und geben ihn bei trockener Luft wieder ab. Sie puffern damit Feuchtespitzen im Raum ab.
- Kapillarer Transport: Flüssiges Wasser wird in den feinen Poren von Ziegel, Kalkmörtel und Kalkputz weitergeleitet und kann an der Oberfläche verdunsten.
Ein Haus aus dem 19. Jahrhundert hat in aller Regel keine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte, und die Fundamente stehen direkt im Erdreich. Feuchtigkeit kommt also von unten, bei Schlagregen von außen und aus der Raumluft von innen. Solche Wände funktionieren seit weit über hundert Jahren, weil sie Wasser aufnehmen und nach beiden Seiten wieder abgeben können. Diese Fähigkeit zum Austrocknen ist das, was ich mit „atmen“ eigentlich gemeint hatte.
Feldbrandziegel: Warum meine Wand kein gewöhnlicher Vollziegel ist
Im Forum war von einer „Vollziegelwand“ die Rede. Das ist ein naheliegendes Missverständnis, denn von außen sehen die Steine ähnlich aus. Genau genommen besteht mein Haus aber aus Feldbrandziegeln. Das sind Ziegel, die früher nicht in einer Ziegelei mit Industrieofen, sondern in einfachen Feldöfen oder Meilern gebrannt wurden, oft in der Nähe der Baustelle.
Daraus ergeben sich andere Eigenschaften als bei einem modernen, industriell gebrannten Vollziegel:
- Niedrigere und ungleichmäßige Brenntemperatur: Die Ziegel sind weniger stark gesintert, poröser und leichter. In ein und derselben Wand können Steine unterschiedlicher Qualität stecken.
- Besserer Wärmeschutz: Durch den hohen Porenanteil liegt die Wärmeleitfähigkeit ungefähr im Bereich eines Leichtlehmsteins und damit deutlich unter der eines modernen Vollziegels.
- Stark hygroskopisch und saugfähig: Feldbrandziegel nehmen Feuchtigkeit aus der Luft und flüssiges Wasser wesentlich schneller und in größerer Menge auf als ein moderner Vollziegel. Sie geben sie aber auch wieder ab, wenn man sie lässt.
- Empfindlicher: Weichere, schwächer gebrannte Ziegel reagieren empfindlich auf Frost und Salze, wenn sie dauerhaft nass bleiben. Ein kapillaraktiver Kalkputz schützt sie, ohne sie einzuschließen.
Für die Frage, ob ich meine Ziegelwand dämmen sollte, hat das zwei Folgen: Die Wand dämmt von sich aus besser, als die Rechnung aus dem Forum annimmt. Und ihr größtes Risiko ist nicht die Kälte, sondern Feuchtigkeit, die nicht mehr abtrocknen kann.
Die Zahlen: Was leistet meine 60-cm-Feldbrandziegelwand wirklich?
Die Behauptung im Forum lautete: Meine 60 Zentimeter Ziegel dämmen so gut wie 3 Zentimeter Styropor. Ich habe nachgerechnet, einmal für einen typischen Vollziegel und einmal für meinen Feldbrandziegel.
So funktioniert der U-Wert
Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter Wandfläche und pro Grad Temperaturunterschied zwischen innen und außen verloren geht. Die Einheit ist W/(m²K). Je kleiner der U-Wert, desto besser dämmt die Wand.
Berechnet wird er über den Wärmedurchlasswiderstand R jeder Schicht: Dicke geteilt durch Wärmeleitfähigkeit (λ, Lambda). Die Widerstände aller Schichten werden addiert, dazu kommen kleine Übergangswiderstände an den Oberflächen. Der U-Wert ist dann der Kehrwert der Summe.
Vollziegel, Feldbrandziegel und Styropor im Vergleich
Ein typischer Vollziegel hat eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,68 W/(mK). Für meinen Feldbrandziegel rechne ich, angelehnt an Leichtlehmsteine, mit rund 0,4 W/(mK). Weil die Ziegel so unterschiedlich sind, habe ich zusätzlich eine Spanne von 0,3 bis 0,5 W/(mK) betrachtet. EPS (Styropor) liegt bei etwa 0,035 W/(mK).
- 60 cm Vollziegel: 0,60 m ÷ 0,68 W/(mK) = R ≈ 0,88 m²K/W, das entspricht etwa 3 cm EPS
- 60 cm Feldbrandziegel: 0,60 m ÷ 0,4 W/(mK) = R ≈ 1,5 m²K/W, das entspricht etwa 5 cm EPS
- 3 cm EPS: 0,03 m ÷ 0,035 W/(mK) = R ≈ 0,86 m²K/W
Für einen gewöhnlichen Vollziegel stimmt die Aussage aus dem Forum also. Meine 60 Zentimeter Feldbrandziegel entsprechen dagegen je nach Ziegel etwa 4 bis 7 Zentimetern Styropor. Mit Putz und Übergangswiderständen komme ich auf einen U-Wert von rund 0,58 W/(m²K), in der Spanne zwischen etwa 0,45 und 0,7.
Zum Vergleich: In Deutschland verlangt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) bei einer Sanierung der Außenwand einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²K), sieht für Baudenkmäler und erhaltenswerte Bausubstanz aber Ausnahmen vor. In Rumänien gelten eigene Vorgaben, aktuell der Normativ Mc 001/2022. Den deutschen Wert nutze ich nur als Orientierung.
Feuchte Feldbrandziegel dämmen schlechter
Der Lambda-Wert aus Tabellen gilt für trockenes Material. Wasser leitet Wärme um ein Vielfaches besser als die Luft in den Poren. Gerade weil Feldbrandziegel so viele Poren haben und so viel Wasser aufnehmen, hängt ihr tatsächlicher Wärmeschutz stark vom Feuchtegehalt ab. Das ist für mich der wichtigste Gedanke dieses Artikels: Eine trockene Feldbrandziegelwand ist selbst ein brauchbarer Wärmeschutz. Wer sie trocken hält, verbessert ihre Dämmwirkung, ohne eine einzige Platte anzubringen. Wer dagegen eine Dämmung anbringt, hinter der sich Feuchtigkeit staut, verschlechtert genau diese Eigenschaft und riskiert zusätzlich Schäden am Ziegel.
Was eine Dämmung rechnerisch bringen würde
Der Vollständigkeit halber habe ich verschiedene Varianten mit λ = 0,4 W/(mK) für den Feldbrandziegel durchgerechnet. Die Werte sind Näherungen und gelten nur für trockenes Mauerwerk. Mögliche Feuchteschäden bildet eine solche Rechnung nicht ab:
| Aufbau (auf 60 cm Feldbrandziegel, verputzt) | U-Wert ca. in W/(m²K) | Wärmeverlust im Vergleich zum Bestand |
|---|---|---|
| Bestand ohne Dämmung | 0,58 | 100 % |
| + 5 cm Kalk-Dämmputz (λ ≈ 0,07) | 0,41 | ca. 71 % |
| + 3 cm EPS (λ 0,035) | 0,39 | ca. 67 % |
| + 6 cm Holzfaser (λ 0,040) | 0,31 | ca. 53 % |
| + 10 cm EPS oder Mineralwolle (λ 0,035) | 0,22 | ca. 38 % |
Das relativiert die Aussage aus dem Forum deutlich: Bei meiner Feldbrandziegelwand halbieren 3 Zentimeter Styropor die Verluste nicht, sie senken sie um rund ein Drittel. Für eine spürbare Verbesserung bräuchte es 6 bis 10 Zentimeter, also genau die Dicken, bei denen ein Eingriff in das Feuchteverhalten der Wand am größten ist. Nutzen und Risiko stehen bei meinem Haus damit in einem anderen Verhältnis als bei einem gewöhnlichen Vollziegel.
Auch bei der Behaglichkeit steht meine Wand besser da als gedacht. Bei minus 10 Grad draußen und 20 Grad drinnen hat ihre Innenseite rechnerisch knapp 18 Grad. Mit 10 Zentimetern Dämmung wären es rund 19 Grad. Ein Grad mehr an der Wandoberfläche ist angenehm, rechtfertigt bei meinem Haus aber nicht das Risiko für die Bausubstanz. Dazu kommt: Meine Wandheizung erwärmt die Wandoberflächen ohnehin direkt. Wie das funktioniert, beschreibe ich weiter unten.
Ziegelwand dämmen im historischen Bestand: Warum ich mich dagegen entschieden habe
Für einen gewöhnlichen Altbau aus Vollziegeln mit trockenem Mauerwerk hat die Person im Forum bauphysikalisch einen Punkt: Wenn überhaupt gedämmt wird, ist außen meist besser als innen, weil die Wand dann auf der warmen Seite liegt. Bei historischer Bausubstanz wie meiner raten Fachleute aus der Denkmalpflege und Altbausanierung aber häufig ganz von einer Dämmung der Außenwände ab. Nach allem, was ich mir vor Beginn der Restaurierung erarbeitet habe, teile ich diese Haltung. Die Gründe:
- Feuchtigkeit staut sich hinter der Dämmung: Bei einer Außendämmung kann die Wand nach außen schlechter austrocknen. Bei einer Innendämmung wird die Wand kälter, und an der Grenze zwischen Dämmung und Mauerwerk kann Tauwasser entstehen. In beiden Fällen sammelt sich Feuchtigkeit genau dort, wo man sie nicht sieht.
- Feldbrandziegel sind besonders empfindlich: Weil sie so viel Wasser aufnehmen, reichern sich in einer dauerhaft feuchten Wand Salze an. Frost kann den weichen Ziegel dann von außen absprengen, und Putz löst sich.
- Aufsteigende Feuchte lässt sich nicht wegdämmen: Ohne Horizontalsperre zieht die Wand immer Feuchtigkeit aus dem Boden. Sie muss diese Feuchtigkeit nach beiden Seiten abgeben können.
- Kalkputz und Kalkmörtel: Die historische Bausubstanz ist auf mineralische, kapillaraktive Materialien abgestimmt. Schon ein Zementputz oder eine Dispersionsfarbe kann dieses System stören, eine Dämmschicht erst recht.
- Das Ortsbild: Die Straßenfassaden der sächsischen Dörfer mit ihren Giebeln, Gesimsen und Toreinfahrten sind ein Kulturerbe. Deshalb müsste eine Fassade nach dem Dämmen wieder originalgetreu aufgebaut werden. Ob die dafür nötigen dicken Putzschichten auf der Dämmung halten oder diese beeinträchtigen, dazu habe ich keine Informationen gefunden. Je nach Lage gelten in Siebenbürgen außerdem Auflagen des Denkmalschutzes, die man vorher bei der zuständigen Behörde klären sollte.
Dämmmaterialien: Was für mein Haus nicht infrage kommt
Der Hinweis aus dem Forum, dass es eine Vielzahl von Dämmmaterialien gibt, stimmt. Für eine Wand aus Feldbrandziegeln sortiert sich diese Vielfalt aber schnell. Hier meine Einschätzung:
Ausgeschlossen: EPS, WDVS und Dampfbremsen
Styropor ist günstig und dämmt sehr gut, hat aber einen hohen Diffusionswiderstand und ist nicht kapillaraktiv. Auf einer saugfähigen, feuchtebelasteten Wand ist es für mich das Gegenteil von dem, was sie braucht. Dasselbe gilt für Wärmedämmverbundsysteme mit Kunstharzputz und für Innendämmungen mit Dampfbremse oder Dampfsperre.
Kritisch: Holzfaser und Mineralwolle
Beide sind diffusionsoffen und deutlich verträglicher als EPS. Sie sind aber nicht kapillaraktiv und verändern trotzdem, wo und wie die Wand austrocknet. Bei trockenem Mauerwerk ohne Denkmalbezug können sie eine Option sein. Für meine Feldbrandziegelwand sehe ich das Risiko höher als den Nutzen – auch ohne Denkmalbezug.
Kritisch: kapillaraktive Innendämmung
Kalziumsilikat- oder Mineraldämmplatten gelten als die verträglichste Form der Innendämmung im Altbau. Auch sie machen die Wand aber kälter und verschieben das Feuchtegeschehen. Ohne Simulation und fachliche Begleitung würde ich das bei meinem Haus nicht angehen.
Allenfalls denkbar: Kalkputz und Kalk-Dämmputz
Ein guter, ausreichend dicker Kalkputz ist für mich keine Dämmung im eigentlichen Sinne, sondern Teil des Feuchteschutzes. Er ist diffusionsoffen, kapillaraktiv und schützt den Ziegel. Ein Kalk-Dämmputz mit leichten Zuschlägen wie Perlite verbessert den Wärmeschutz etwas, bleibt aber im System der Wand. Wenn ich überhaupt etwas an den Wänden verändere, dann in diese Richtung und erst nach Rücksprache mit Fachleuten.
Mein Tipp: Bei Feldbrandziegeln ist nicht der beste Lambda-Wert entscheidend, sondern die Frage, ob die Wand danach noch in beide Richtungen austrocknen kann. Wenn Du darauf keine klare Antwort bekommst, lass die Wand lieber, wie sie ist, und investiere in die anderen Bauteile.
Wo ich stattdessen Wärme spare
Gerade weil meine Feldbrandziegelwand besser dämmt als zunächst angenommen und ich sie nicht dämmen will, rücken die anderen Bauteile in den Mittelpunkt. Dort lässt sich mit wenig Risiko viel erreichen:
- Oberste Geschossdecke und Dach: Warme Luft steigt nach oben. Die Decke zum ungeheizten Dachboden zu dämmen ist meist eine der günstigsten Maßnahmen mit großer Wirkung, und viele können sie selbst ausführen. In meinem Haus war die Decke zum Dachgeschoss bereits mit einer Lehm-Stroh-Schüttung gedämmt.
- Fenster und Türen: Einfach verglaste Fenster und undichte Türen verursachen Zugluft. Oft hilft es schon, alte Fenster zu überarbeiten, abzudichten oder durch ein inneres Zweitfenster zu ergänzen. In den Wohnbereichen meines Hauses waren bereits Kastenfenster vorhanden. Ich habe sie lediglich ertüchtigt und die Innenfenster mit einer Dichtung ausgestattet.
- Fußboden: Gerade bei Dielenböden direkt über dem Erdreich oder über einem Keller geht viel Wärme verloren. Auch hier war in meinem Haus bereits eine Lehmschüttung vorhanden. Nur die ehemalige Tischlerwerkstatt hatte keinen Keller, sondern lediglich einen Stampflehmboden mit Dielen darüber. Dort habe ich bis knapp oberhalb der Unterkante des Fundaments ausgehoben, mit Filterkies aufgefüllt und eine 10 cm starke Schicht aus druckfestem EPS-Hartschaum eingebaut, bevor der neue Boden eingebaut wurde. Unter dem Boden, getrennt durch die kapillarbrechende Kiesschicht, ist EPS unproblematisch – anders als an der Wand.
- Undichtigkeiten: Ritzen, Durchbrüche und offene Kaminzüge sorgen für unkontrollierten Luftwechsel.
- Trockene Wände: Spritzwasserschutz, intakte Dachrinnen und ein freier Sockel halten die Wand trocken und verbessern so ihre Dämmwirkung.
- Strahlungswärme: Eine Heizung, die die Wände erwärmt, hält das Mauerwerk trocken und sorgt für Behaglichkeit, auch wenn die Luft etwas kühler ist. Bei mir übernimmt das eine Wandheizung.
Mein Energiekonzept: Wandheizung, Wärmepumpen, PV und Holzofen
Ich will nichts schönreden: Eine ungedämmte Wand verliert mehr Wärme als eine gedämmte, und ich brauche dafür mehr Energie. Statt die Wand einzupacken, habe ich deshalb bei der Haustechnik angesetzt. Mein Setup besteht aus mehreren Bausteinen, die sich gegenseitig ergänzen:
- Wandheizung mit Strahlungswärme als Hauptheizung
- Luft/Wasser-Wärmepumpe, die die Wandheizung versorgt
- Split-Klimaanlage zum Kühlen, zum Heizen in der Übergangszeit und vor allem zum Entfeuchten
- Brauchwasserwärmepumpe für das Warmwasser
- Balkonkraftwerk auf dem Dach mit Speicher für eigenen Strom
- Holzofen, um das Brennholz vom eigenen Grundstück zu nutzen
Wie die Haustechnik im Detail aufgebaut ist, von der Hausverteilung über den Notstrom bis zur Nulleinspeisung, beschreibe ich im Beitrag Energiekonzept Altbau.
Wandheizung: Strahlungswärme wie bei einem Kachelofen
Bei einer Wandheizung liegen wasserführende Rohre im Putz der Wand. Die Wand wird zur großen, gleichmäßig warmen Heizfläche und gibt ihre Wärme überwiegend als Strahlung ab, ganz ähnlich wie ein Kachelofen. Strahlungswärme erwärmt Menschen und Oberflächen direkt und nicht in erster Linie die Luft. Deshalb fühlt sich ein Raum schon bei etwas niedrigerer Lufttemperatur behaglich an, und es wird weniger Staub aufgewirbelt als bei Heizkörpern.
Für eine alte Feldbrandziegelwand hat das einen weiteren Vorteil: Warme Wandoberflächen halten das Mauerwerk auf der Innenseite trocken. Tauwasser und Schimmel an kalten Ecken haben kaum eine Chance. Damit unterstützt die Wandheizung genau das, worum es in diesem Artikel geht: eine Wand, die trocken bleibt und in beide Richtungen austrocknen kann.
Niedrige Vorlauftemperatur für die Wärmepumpe
Weil die Heizfläche so groß ist, reicht eine niedrige Vorlauftemperatur. Eine Wärmepumpe wird bewusst auf möglichst niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt und eingestellt. Bei mir liegt sie etwa 10 Grad unter dem, was bei Gasheizungen üblicherweise gefahren wird. Genau das ist der Bereich, in dem eine Luft/Wasser-Wärmepumpe effizient arbeitet. Als Faustregel gilt: Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur verbessert die Effizienz einer Wärmepumpe um etwa 2 bis 2,5 Prozent. Bei 10 Grad Unterschied ist das ein spürbarer Effekt.
Ehrlicherweise gehört dazu auch: Eine Wandheizung an einer Außenwand erhöht deren Temperatur und damit etwas den Wärmeverlust nach außen. Diesen Nachteil nehme ich bewusst in Kauf, weil die Vorteile für Behaglichkeit, Effizienz und Bausubstanz bei meinem Haus überwiegen.
Split-Klimaanlage: Kühlen, Heizen und vor allem Entfeuchten
Eine Klimaanlage in einem Bauernhaus von 1888 klingt erst einmal ungewöhnlich. Für mich ist sie aber ein wichtiger Baustein, und zwar aus drei Gründen:
- Entfeuchten: Das ist für mich der wichtigste Punkt. An schwülen Sommertagen bringt die Außenluft viel Feuchtigkeit ins Haus, die sich in den kühleren, hygroskopischen Wänden einlagern kann. Die Klimaanlage senkt die Luftfeuchte im Raum. Das schützt die Feldbrandziegel und den Putz und hilft der Wand, auch nach innen abzutrocknen.
- Heizen in der Übergangszeit: Im Frühjahr und Herbst, wenn es nur morgens und abends kühl ist, heizt die Split-Klimaanlage als Luft/Luft-Wärmepumpe schnell und effizient, ohne dass die träge Wandheizung anlaufen muss.
- Kühlen: Auch in Siebenbürgen werden die Sommer heißer. Die dicken Mauern halten lange kühl, irgendwann sind aber auch sie aufgeheizt.
Mein Gerät hat keine App-Steuerung. Ich habe mir deshalb einen eigenen Connector gebaut, der über die Schnittstelle der Fernbedienung mit der Anlage kommuniziert. So kann ich sie in mein SmartHome einbinden und automatisch steuern, zum Beispiel abhängig von der Außen- und Innen-Luftfeuchte oder vom Solarstrom.
Brauchwasserwärmepumpe für das Warmwasser
Das Warmwasser bereitet eine Brauchwasserwärmepumpe. Sie war, zusammen mit der Split-Klimaanlage, ursprünglich als Übergangslösung gedacht, bis mein endgültiges Setup feststeht. Beide haben sich aber so bewährt, dass sie im Einsatz bleiben.
Solarstrom vom Dach senkt die Kosten
Auf meinem Dach sitzt ein Balkonkraftwerk mit 2.000 Wp Modulleistung und einem Mikrowechselrichter mit 800 W Ausgangsleistung. Daran hängt derzeit zusätzlich eine EcoFlow Delta 3 Plus als Speicher. Sie nimmt tagsüber überschüssigen Solarstrom auf und gibt ihn abends und nachts wieder ab, wenn die Module nichts mehr liefern. Zusammen liefern Balkonkraftwerk und Speicher einen Teil des Stroms für die Wärmepumpen, die Klimaanlage und den Haushalt und reduzieren die laufenden Kosten. So kann ich den Mehrverbrauch der ungedämmten Wand zu einem guten Stück ausgleichen, ohne in die Bausubstanz einzugreifen.
Um ehrlich zu sein, ganz perfekt ist das nicht: Die Wärmepumpe für die Wandheizung braucht im Winter am meisten Strom, die Module liefern dann am wenigsten. Dafür passen andere Verbraucher umso besser zur Sonne. Die Klimaanlage kühlt und entfeuchtet genau dann, wenn die Module am meisten Strom liefern. Die Brauchwasserwärmepumpe kann ihr Wasser tagsüber mit Solarstrom erwärmen. Und in der Übergangszeit, wenn noch geheizt wird und die Sonne schon oder noch kräftig scheint, trägt der eigene Strom spürbar zur Kostensenkung bei. Obendrauf ist es ein Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
Ein Balkonkraftwerk ist übrigens ein guter Einstieg, wenn eine große Dachanlage (noch) nicht infrage kommt. Es deckt vor allem den Grundverbrauch im Haus tagsüber ab, mit einem kleinen Speicher wie einer Powerstation auch einen Teil des Verbrauchs am Abend. EU-weit dürfen solche Steckersolargeräte über den Mikrowechselrichter höchstens 800 W ins Netz einspeisen. In Deutschland ist zusätzlich die Modulleistung auf 2.000 Wp begrenzt. Unterschiedlich ist auch, wie man die Anlage anmeldet: In Deutschland genügt ein Eintrag im Marktstammdatenregister, das geht online in etwa 10 Minuten. In Rumänien und anderen Ländern solltest Du die örtlichen Regeln vorher klären.
Holzofen für das eigene Brennholz
Der letzte Baustein ist ein Holzofen. Auf dem Grundstück fällt regelmäßig Brennholz an, und das verwerte ich lieber im eigenen Ofen, als es ungenutzt liegen zu lassen. Der Ofen liefert ebenfalls angenehme Strahlungswärme und springt genau dann ein, wenn es draußen am kältesten ist und die Module am wenigsten Strom liefern.
Der Charme des alten Bauernhauses bleibt
Ein Punkt ist mir fast genauso wichtig wie die Technik: In meinem Haus hängen keine Heizkörper an den Wänden. Die Räume behalten ihre ursprüngliche Wirkung und Form, nichts verstellt Wände oder Fensternischen, und der Charme des alten Bauernhauses bleibt innen erhalten. Die Hauptheizung ist da, aber man sieht sie nicht.
Systematischer Ansatz
Die Diskussion im Forum hat meine Begriffe geschärft und meine Haltung bestätigt. So geht man die Sache systematisch an:
- Bestandsaufnahme: Prüfen, wo die Wände feucht sind, wo Putz abplatzt, wo Ziegel absanden und wo Salze ausblühen. Eine Messung der Mauerfeuchte gehört dazu.
- Ursachen beseitigen: Regenwasser vom Sockel fernhalten, Dachrinnen und Fallrohre prüfen, Erdreich am Sockel absenken, wo es zu hoch steht.
- Störende Schichten entfernen: Wo Zementputz oder dichte Farben aufgebracht wurden, müssen sie entfernt und durch Kalkputz und Kalkfarbe ersetzt werden.
- Oben anfangen: Die Decke zum Dachboden dämmen, falls das noch nicht geschehen ist.
- Fenster und Türen: Überarbeiten und fachgerecht abdichten, ohne den historischen Charakter zu verlieren.
- Wände in Ruhe lassen: Die Außenwände bleiben ungedämmt und in beide Richtungen diffusionsoffen.
Über die einzelnen Schritte berichte ich hier auf dem Blog, auch über die, bei denen etwas nicht klappt.
Anlaufstellen und weiterführende Informationen
Wenn Du selbst ein altes Haus mit massiven Ziegelwänden hast, helfen Dir diese Quellen weiter:
- ubakus.de – U-Wert-Rechner: kostenloser Online-Rechner für Wandaufbauten mit Tauwasser- und Temperaturberechnung.
- Interessengemeinschaft Bauernhaus: Verein mit viel Erfahrung rund um die Erhaltung alter ländlicher Gebäude.
- Mihai Eminescu Trust: Stiftung, die seit vielen Jahren Häuser in den sächsischen Dörfern Siebenbürgens mit traditionellen Techniken restauriert.
- Deutsche Stiftung Denkmalschutz: größte private Initiative für den Erhalt von Kulturdenkmalen in Deutschland, mit Informationen zur behutsamen Sanierung alter Gebäude.
- WTA-Merkblatt 6-4 „Innendämmung nach WTA I“: der Planungsleitfaden der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege, hilfreich, um die Risiken einer Innendämmung zu verstehen.
- WUFI vom Fraunhofer IBP: Software zur hygrothermischen Simulation, mit der Fachplaner das Feuchteverhalten von Wänden über Jahre berechnen.
- Zukunft Altbau: neutrales Informationsprogramm rund um die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden.
Häufige Fragen zum Dämmen alter Ziegelwände
Was ist ein Feldbrandziegel?
Ein Feldbrandziegel ist ein historischer Ziegel, der nicht in einer Ziegelei mit Industrieofen, sondern in einem einfachen Feldofen oder Meiler gebrannt wurde, oft direkt in der Nähe der Baustelle. Durch die niedrigere und ungleichmäßige Brenntemperatur ist er poröser, leichter und deutlich saugfähiger als ein moderner Vollziegel.
Wie gut dämmt eine 60 cm dicke Feldbrandziegelwand?
Besser als eine Wand aus modernem Vollziegel. Mit einer Wärmeleitfähigkeit im Bereich eines Leichtlehmsteins, grob 0,3 bis 0,5 W/(mK), entspricht die Dämmwirkung etwa 4 bis 7 Zentimetern EPS. Der U-Wert liegt je nach Ziegel und Feuchtegehalt bei etwa 0,45 bis 0,7 W/(m²K). Eine 60-cm-Wand aus gewöhnlichem Vollziegel entspricht dagegen nur etwa 3 Zentimetern EPS.
Sollte man eine alte Ziegelwand dämmen?
Bei historischer Bausubstanz mit Feldbrandziegeln, Kalkmörtel und ohne Horizontalsperre wird häufig ganz davon abgeraten, weil sich hinter der Dämmung Feuchtigkeit stauen und das Mauerwerk schädigen kann. Wer dennoch dämmen möchte, sollte nur Materialien verwenden, die in beide Richtungen diffusionsoffen und kapillaraktiv sind, und sich fachlich beraten lassen.
Müssen alte Wände atmen?
Nein, Wände tauschen praktisch keine Luft aus. Der Mythos geht auf einen fehlerhaften Versuch von Max von Pettenkofer aus dem Jahr 1858 zurück. Alte Mauern müssen aber diffusionsoffen sein, damit Feuchtigkeit, die von unten, durch Schlagregen oder aus der Raumluft eindringt, nach innen und außen wieder austrocknen kann.
Was bedeutet „diffusionsoffen in beide Richtungen“?
Es bedeutet, dass keine Schicht der Wand, weder innen noch außen, den Durchgang von Wasserdampf nennenswert bremst. So kann die Wand je nach Jahreszeit und Wetter zur trockeneren Seite hin abtrocknen. Kalkputz und Kalkfarbe erfüllen das, Zementputz, Dispersionsfarbe, Dampfbremsen und Styropor nicht.
Wie kann ich ein altes Haus ohne Wanddämmung energetisch verbessern?
Die größten Hebel liegen meist bei der obersten Geschossdecke, den Fenstern und Türen, dem Fußboden und bei Undichtigkeiten. Dazu kommt, die Wände trocken zu halten, denn trockenes Mauerwerk dämmt besser als nasses. Bei der Haustechnik helfen Flächenheizungen wie eine Wandheizung, kombiniert mit einer Wärmepumpe, eigenem Solarstrom und gegebenenfalls einem Holzofen, den höheren Wärmebedarf einer ungedämmten Wand auszugleichen. Eine Klimaanlage mit Entfeuchtungsfunktion hilft im Sommer, die Raumluft und damit die Wände trocken zu halten.
Passt eine Wandheizung zu einem alten Bauernhaus?
Ja, oft sogar sehr gut. Eine Wandheizung gibt Strahlungswärme ähnlich wie ein Kachelofen ab, hält die Wandoberflächen warm und trocken und kommt mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus. In meinem Haus läuft die Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einer Vorlauftemperatur, die etwa 10 Grad unter dem liegt, was bei Gasheizungen üblicherweise eingestellt wird. Das macht die Wärmepumpe effizienter. Außerdem bleiben die Räume frei von sichtbaren Heizkörpern.
Was ich aus der Diskussion mitnehme
Ich bin dankbar für diesen Austausch. Es kommt nicht oft vor, dass jemand einen Fehler so klar und gleichzeitig so wertschätzend anspricht. Mein Satz, dass Wände atmen müssen, war fachlich falsch, und ich werde ihn so nicht mehr verwenden. Was ich gemeint habe, sage ich künftig genauer: Alte Wände müssen in beide Richtungen diffusionsoffen bleiben.
Die Diskussion zeigt außerdem, wie wichtig es ist, das eigene Material genau zu kennen. Mit den Werten eines gewöhnlichen Vollziegels wird eine Wand wie meine schlechter eingeschätzt, als sie ist. Und man übersieht leicht, wo ihr eigentliches Risiko liegt: in der hohen Saugfähigkeit der Feldbrandziegel. Für ein Haus wie meines heißt die Antwort auf die Frage, ob man die Ziegelwand dämmen sollte, deshalb: lieber nicht. Mein Geld und meine Arbeitszeit stecke ich in Dach, Decke, Fenster, Boden und trockene Wände. Den höheren Wärmebedarf gleiche ich mit Wandheizung, Wärmepumpen, eigenem Solarstrom und dem Holz vom eigenen Grundstück zu einem guten Teil aus. Die Klimaanlage hilft mir im Sommer, die Wände trocken zu halten. Und das alles, ohne dass im Haus ein einziger Heizkörper den Charme der alten Räume stört.
Wie ist das bei Dir? Hast Du schon Erfahrungen mit Feldbrandziegeln oder mit alten Ziegelwänden gemacht, gedämmt oder ungedämmt, vielleicht sogar an einem Haus in Siebenbürgen? Schreib mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich über jeden Hinweis, und wie diese Geschichte zeigt, lerne ich gerne dazu.

