Wenn der feine Nebel des Morgens langsam aus den Senken steigt und das kühle Licht der Dämmerung die sanften Hügel Siebenbürgens in ein blasses Blau taucht, erlebt man die wahre Seele dieser Region. Es ist eine Stille, die nur vom fernen Bellen eines Hundes oder dem monotonen Klappern eines Pferdefuhrwerks durchbrochen wird, das sich seinen Weg über die unebenen Dorfstraßen bahnt. „Reisen in Rumänien: Das architektonische Erbe der Kirchenburgen im Harbachtal“ weiterlesen
Stihl FS 89 Erfahrungen: Der perfekte Freischneider für die Grundstückspflege
In diesem Beitrag möchte ich meine ausführlichen Stihl FS 89 Erfahrungen teilen und zeigen, worauf beim Betrieb zu achten ist.
Wer ein großes Grundstück besitzt, kennt die beständige Herausforderung: Die Natur wartet nicht, sie wächst. Wenn man nicht permanent vor Ort ist, um jede Woche mit dem klassischen Rasenmäher seine Runden zu drehen, schießt das Gras schnell in die Höhe. Es trocknet im Sommer aus, bildet eine dichte, widerstandsfähige Matte und oft mischen sich Unkräuter, kleine verholzte Schösslinge und dichtes Gestrüpp dazwischen. Genau vor dieser Aufgabe stand ich auf unserem rund 1.600 Quadratmeter großen Grundstück in Cincu, unserer zweiten Heimat in Rumänien. „Stihl FS 89 Erfahrungen: Der perfekte Freischneider für die Grundstückspflege“ weiterlesen
Alte Obstsorten in Siebenbürgen: Tradition bewahren
Auf den Dörfern in Siebenbürgen waren Früchte während der Winterzeit die einzigen Vitaminquelle. Damals war Obst lebenswichtig. Jede Art hatte eine andere Bestimmung – manche waren gut zum Essen, andere dienten für Marmelade, wieder andere wurden konfiert oder für die Herstellung von Schnaps oder Wein benutzt. „Alte Obstsorten in Siebenbürgen: Tradition bewahren“ weiterlesen
Reiseziel Țara Moților: Die faszinierende Holzkultur im Tal der Motzen entdecken
Westlich der lebhaften Universitätsstadt Klausenburg (Cluj-Napoca) in Rumänien erhebt sich eine Bergwelt, in der die Uhren spürbar langsamer ticken. Das Apuseni-Gebirge, auch als Westkarpaten bekannt, birgt ein kulturelles und landschaftliches Juwel: das Țara Moților, das Land der Motzen. Wenn Du auf der Suche nach einem Reiseziel bist, das abseits der ausgetretenen Pfade liegt und Dich tief in eine archaische Lebensweise eintauchen lässt, dann ist diese Region eine der ursprünglichsten Erfahrungen, die Du in Europa noch machen kannst.
Wer sind die Motzen und was macht ihre Kultur aus?
Die Motzen (Moți) sind die Bewohner der höher gelegenen Dörfer im Apuseni-Gebirge, vor allem rund um das Tal des Flusses Arieș. Seit Jahrhunderten ist ihr Leben untrennbar mit dem Wald und dem Werkstoff Holz verbunden. Diese tiefe Verbindung zur Natur prägt nicht nur die Architektur der Region, sondern den gesamten Alltag.
Während viele traditionelle Handwerkskünste in Europa nur noch in Museen zu finden sind, ist die Holzkultur im Țara Moților lebendig. Die Menschen hier sind Meister in der Holzverarbeitung. Aus den Stämmen der Fichten schnitzen, drechseln und zimmern sie fast alles, was sie zum Leben benötigen: von filigranen Holzschindeln über massive Holzfässer und landwirtschaftliche Geräte bis hin zu ihren typischen Häusern.
Ein besonderes Symbol dieser Kultur ist das Tulnic, ein bis zu drei Meter langes, aus Fichtenholz gefertigtes Blasinstrument, das dem Schweizer Alphorn ähnelt. Ursprünglich wurde es von den Frauen genutzt, um über die weiten Täler hinweg zu kommunizieren, vor Gefahren zu warnen oder die Schafherden zu rufen. Mit etwas Glück kannst Du bei Deinem Besuch die tiefen, melancholischen Töne eines Tulnics durch die Wälder hallen hören.
Eine archaische Lebensweise inmitten rauer Natur
Eine Reise in das Țara Moților ist wie eine Reise in eine andere Epoche. Die Landschaft ist geprägt von dichten Nadelwäldern, tiefen Karsthöhlen und weiten, sanften Almwiesen, auf denen das Heu noch oft von Hand gemäht und in charakteristischen Schobern aufgeschichtet wird. Die Dörfer liegen oft weit verstreut, manche Gehöfte sind nur über unbefestigte Schotterwege oder steile Pfade zu erreichen.
Das Leben hier folgt den Rhythmen der Jahreszeiten. Im Sommer zieht das Vieh auf die Hochweiden, und die Heuernte bestimmt den Tagesablauf. Im harten, schneereichen Winter rückt man in den holzbeheizten Stuben zusammen und widmet sich den handwerklichen Arbeiten. Es ist ein entbehrungsreiches, aber auch ein sehr naturverbundenes Leben. Wenn Du Dich darauf einlässt und mit den Einheimischen in Kontakt kommst – auch wenn die Verständigung oft nur mit Händen und Füßen funktioniert –, wirst Du eine unglaubliche Gastfreundschaft erleben.
Mein Tipp: Fotografie der Ploștini und die beste Reisezeit
Als Fotograf schlägt Dein Herz in dieser Region mit Sicherheit höher. Ein ganz besonderes Motiv sind die sogenannten Ploștini. Das sind alte, traditionelle Sommerhütten und Ställe, die durch ihre extrem steilen, mächtigen Strohdächer (teilweise auch Schindeldächer) auffallen. Du findest sie noch in den abgelegeneren Hochebenen, wie beispielsweise rund um das Dorf Gârda de Sus oder im Weiler Casa de Piatră.
Zur Fotografie: Vergiss das harte Mittagslicht. Wenn die Sonne richtig tief steht – ob morgens oder abends –, kommen die extremen Strukturen von dem alten Holz und den dicken Strohdächern erst richtig gut raus. Pack auf jeden Fall was Weitwinkliges in den Rucksack. Die Landschaft ist weitläufig, und Du willst ja oft eine Hütte im Vordergrund und das weite Tal dahinter aufs Bild kriegen. Was die Menschen vor Ort angeht: Lass die Kamera erst einmal unten. Ein ehrliches Hallo, ein Lächeln und ein kurzes Fragen, notfalls mit Händen und Füßen, wirken Wunder, bevor Du auf den Auslöser drückst.
Die beste Reisezeit: Wann Du am besten hinfährst? Für gute Bilder lohnen sich vor allem Mai und Juni, wenn alles richtig saftig grün ist, oder eben September und Oktober. Im Herbst hast Du nicht nur verfärbtes Laub, sondern oft auch den ganzen Tag über recht brauchbares Licht. Im Hochsommer flimmert die Luft häufig und es ist sehr heiß, und im Winter bleibst Du auf den abgelegenen Pisten schlichtweg im tiefen Schnee stecken.
Planung Deiner Reise: Anlaufstellen und Informationsquellen
Da das Țara Moților noch nicht von den großen Touristenströmen erfasst wurde, erfordert eine Reise dorthin ein wenig Vorbereitung. Deine Reise beginnt idealerweise in Klausenburg (Cluj-Napoca), das über einen internationalen Flughafen verfügt. Von dort aus erreichst Du die Ausläufer der Apuseni-Berge mit dem Mietwagen in etwa zwei bis drei Stunden.
Gute Ausgangspunkte für Erkundungen sind die Gemeinden Albac, Gârda de Sus oder Arieșeni. Hier findest Du authentische, oft familiengeführte Pensionen (Pensiuni), in denen Du die regionale Küche probieren kannst – dazu gehört oft hausgemachter Käse, Polenta (Mămăligă) und ein kräftiger Obstschnaps (Pălincă).
Hier sind einige nützliche Links für Deine weitere Recherche:
- Naturpark Apuseni (Parcul Natural Apuseni): Auf der offiziellen Seite findest Du (meist auf Rumänisch und Englisch) Informationen zu Wanderwegen, Höhlen und Schutzgebieten. www.parculapuseni.ro
- Rumänisches Tourismusamt: Bietet gute, allgemeine englischsprachige Übersichten zur Region und Kultur. romaniatourism.com
Lass Dich auf das Abenteuer Țara Moților ein. Es ist ein Ort, der Dich erden wird und der Dir zeigt, wie viel Kraft und Schönheit in einer traditionellen, einfachen Lebensweise steckt. Nimm Dir Zeit, pack Deine Kamera ein und entdecke dieses vergessene Tal im Herzen Europas.
Die bürokratische Hürde beim Bauen im Außenbereich
Vielleicht kennst Du diesen Moment: Du hast in Rumänien dieses eine, perfekte Stück Land entdeckt. Abseits des Trubels, umgeben von unberührter Natur und mit einem atemberaubenden Ausblick. Das wäre doch der perfekte Ort, um ein Haus zu bauen und sein Leben umzustellen. „Die bürokratische Hürde beim Bauen im Außenbereich“ weiterlesen
Reisetipp Siebenbürgen: Das versteckte Tal von Urwegen (Apold)
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Frühlingserwachen in Siebenbürgen: Ein Roadtrip abseits der Massen
Wenn Ende März die letzten Schneefelder in den rumänischen Karpaten schmelzen und die ersten Wildblumen die Täler in ein zartes Grün tauchen, offenbart Transsilvanien seine wohl ursprünglichste Seite. Vergiss das überlaufene Schloss Bran oder die klassischen Dracula-Mythen.
Siebenbürgen im Frühling ist ein Sehnsuchtsort für echte Entdecker, Individualtouristen und Liebhaber von rauher Natur und jahrhundertealter Kultur. „Frühlingserwachen in Siebenbürgen: Ein Roadtrip abseits der Massen“ weiterlesen
Drohnenregeln 2026: Rechtssicher fliegen in rumänischen Nationalparks
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Lost Places in Siebenbürgen: Verfallene Industriekultur fotografieren
Wer an Siebenbürgen denkt, hat meist sofort malerische Holzkirchen, sanfte Hügel und Bären in den tiefen Wäldern der Karpaten vor Augen. Doch jenseits dieser Idylle verbirgt sich eine völlig andere, raue Seite Rumäniens: Die stummen Zeugen der massiven Industrialisierung aus der kommunistischen Ära. Riesige verlassene Fabrikanlagen, stillgelegte Bergwerke und verfallene Kulturhäuser bieten eine unvergleichliche Ästhetik des Verfalls. „Lost Places in Siebenbürgen: Verfallene Industriekultur fotografieren“ weiterlesen
Fundstücke aus dem Haus #001
Mit diesen Beiträgen möchte ich Fundstücke aus meinem Haus dokumentieren, als Erinnerung an die Menschen, die vorher dort gelebt haben und als kleiner Einblick, wie das Leben damals so war.
Werkzeug – der Dechsel
Auf den Spuren der Vergangenheit .. „Fundstücke aus dem Haus #001“ weiterlesen
